Digitaler Anschluss für die Werkstatt

Connected Repair von Bosch vernetzt die Geräte in der WerkstattBosch vernetzt mit Connected Repair die Werkstatt

 

 

 

 

 

 

 

 

Connected Repair für mehr Effizienz

Der Werkstattausrüster Robert Bosch bietet mit Connected Repair eine Software an, die Bosch-Systeme in den Sparten Werkstattsoftware (Esitronic 2.0), Klimaservice, Achsvermessung, Fahrzeugsystem- und Emissionsanalyse sowie Scheinwerfereinstellung miteinander vernetzt. Die Idee ist nicht neu. Bosch hat in der Vergangenheit tatkräftig am ASA-Werkstattnetz mitgewirkt, das einen Datenaustausch zwischen Werkstattgeräten über einen einheitlichen Schnittstellenstandard (asanetwork) ermöglicht. Mit Connected Repair gehen die Schwaben jetzt einen eigenen Weg.

Nachholbedarf der Freien Werkstätten bei der Digitalisierung

Freie Werkstätten sind derzeit häufig noch mit angezogener Handbremse in Richtung Digitalisierung unterwegs. Zwar verfügen viele Betriebe über ein teures Arsenal an Systemen zur Diagnose und Prüfung. Mit der Vernetzung der Geräte untereinander hapert es jedoch in vielen Fällen. In der Praxis kann sich dieses Defizit auf die Effizienz und die Arbeitsqualität der Werkstatt auswirken. Das beginnt bei der Eingabe der Daten von Kunde und Fahrzeug. Steht zum Beispiel die Inspektion eines Lkw an, muss der Mechatroniker zur Fahrzeugsystemanalyse die entsprechenden Eingaben am Gerät vornehmen.

Hohe Kosten für  unproduktive Arbeiten

Anschließend geht’s zum Klimaservice, der ebenfalls spezifische Daten abfragt. Dieses Spiel lässt sich wiederholen, bis alle vorgesehenen Arbeitsstationen durchlaufen sind. Auch wenn die Mitarbeiter kräftig aufs Tempo drücken, wird die Eingabe der Kunden- und Fahrzeugdaten pro Gerät rund fünf Minuten in Anspruch nehmen. Rechnet man mit einem Durchlauf von fünf Fahrzeugen an vier Stationen pro Tag, addieren sich aufs Jahr die Kosten für unproduktive Arbeiten auf mehrere Tausend Euro.

Connected  Repair stellt einheitliche Oberfläche her

Conncted Repair ist im Prinzip ein Management-System, das die einzelnen Systeme mit ihren unterschiedlichen Datenformaten im Netzwerk unter einer einheitlichen Oberfläche zusammenführt. Die an einem Gerät eingegebenen Daten zur Fahrzeug und Kunde stehen danach auch den anderen Systemen zur Verfügung . Dabei verwendet Connected Repair eine neuartige Fahrzeugidentifikation, die auch die spezifischen Parameter der einzelnen Prüfgeräte ergänzt. Neben den Daten lassen sich an jeder Arbeitsstation auch Messwerte und Protokolle der bereits durchgeführten Arbeiten aufrufen. Handfester Vorteil: Conncted Repair macht Doppelarbeiten wie die Eingabe von Daten überflüssig. Das beschleunigt die Prozesse in der Werkstatt und verbessert Produktivität und Auslastung.

Bosch geht mit Connected Repair einen eigenen Weg

Das Handling der Software selbst gestaltet sich einfach. Die Funktionen sind als Toolbar übersichtlich quer im oberen Bereich des Bildschirms untergebracht, wobei man die Leiste bei Werkstattanwendungen im Vollbildmodus ausblenden kann. Mit einem Klick lassen sich das Menü für die Kundendaten öffnen, Aufgaben und Protokolle wählen, über die Arbeitskarte ein Auftrag anlegen und die Historie des Fahrzeugs aufrufen. Zur Eingabe der Fahrzeugdaten haben die Bosch-Ingenieure eine übersichtliche Maske mit Spezifikationen wie Marke, Modell, Baujahr und Motorkennzeichnung entwickelt. Eine Freitextsuche erlaubt zudem durch Eingabe etwa der KBA-Nummer oder der Fahrzeug-Identifikationsnummer (VIN) die schnelle Zuordnung.

Nützliche Funktionen der Software

Ebenfalls an Bord ist eine Fotofunktion zur Dokumentation des Fahrzeugzustands. Die Daten zu einer Inspektion oder einer Reparatur lassen sich mit Connected Repair in übersichtlichen Protokollen aufbereiten. Damit kann der Serviceberater dem Kunden die durchgeführten Arbeiten im Detail erklären. Die Protokolle lassen sich als PDF drucken oder als Mail verschicken. Connected Repair gibt’s mitsamt ausführlicher Dokumentation als CD im Handel oder übers Internet. Die Kosten für die Lizenz betragen 250 Euro im Jahr. Dafür lassen sich sämtliche Netzwerk-Computer in der Werkstatt mit der Software bestücken. Die Installation selbst beschränkt sich im Wesentlichen auf ein Überspielen der Dateien auf die Geräte. Ein wichtiges Feature von Connected Repair betrifft die Datensicherheit. Bosch verzichtet bewusst auf eine Cloud-Lösung. Stattdessen bleiben sämtliche Daten über Kunden und Fahrzeuge grundsätzlich im Unternehmen.

 

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