Freie Werkstatt für Transporter

Eine freie Werkstatt ist auch für Transporter eine gute Wahl

Die Freie Werkstatt bietet Pflege für Transporter

Transporter stecken selbst eine härtere Gangart im Tagesgeschäft klaglos weg. Allerdings braucht selbst der robusteste Lastesel zwischendurch ein wenig Pflege. Und wenn nach einem Parkrempler Seitenspiegel und Scheinwerfer gerichtet werden müssen, stellt sich für Reparatur ebenso wie für Inspektion die gleiche Frage: Welche Werkstatt erledigt den Job in guter Qualität zu einem günstigen Preis? Eine Alternative zur Vertragswerkstatt ist eine Freie Werkstatt. Hier dreht man konsequent alle Stellschrauben, um der Kundschaft attraktive Preise anbieten zu können. Dem Transporterbesitzer bieten sich in Bezug auf die Freie Werkstatt zwei grundlegende Strategien zur Planung an.

Wahl zwischen Pkw- und Lkw-Werkstatt

Das Fahrzeug kommt entweder in die Pkw-Werkstatt oder in die Nutzfahrzeugwerkstatt. Hier wie dort erledigen die Monteure Wartungen und Reparaturen in der Regel exakt nach Herstellervorgaben. Aus diesem Grund bleiben auch bei einem Neufahrzeug alle Garantieansprüche gegenüber dem Hersteller erhalten. In der Praxis kommen als Kandidaten für die freie Werkstatt die Transporter in Frage, die ihre Zeit in der Markenwerkstatt nach Ablauf der Garantien hinter sich haben und die jetzt zu günstigen Konditionen weiter betreut werden sollen.

Systemwerkstätten punkten mit guten Preisen

Vor allem die Systemwerkstätten schreiben sich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auf die Fahne. Rund ein Dutzend Anbieter tummelt sich auf dem Markt. Dazu gehören etliche Reifen-Fachwerkstätten, die ihren Autoservice zunehmend ausbauen. Allerdings stellt sich die Frage, ob ATU, Pit Stop & Co. mit ihrer Ausrichtung aufs Pkw-Geschäft überhaupt eine sinnvolle Adresse für Kunden mit Transportern sein können? Das Interesse der Branche an dieser Klientel ist riesengroß. Die meisten Werkstätten beschränken ihr Engagement jedoch auf eine Obergrenze von 3,5 Tonnen.

Vorsicht bei hohem Gewicht

Wer mit einem voll beladenen Transporter in der Pkw-Werkstatt vorfährt, sollte vorher klären, ob Hebebühne und Bremsenprüfstand das hohe Gewicht verkraften. Kommt Elektronik ins Spiel, setzen die meist auf mehrere Pkw-Marken spezialisierten Werkstätten universale Diagnosegeräte ein, die zumindest in modernen Ausführungen mit Schnittstellen für die gängigen Transporter aufwarten. Fehlerspeicher lassen sich daher auslesen, ebenso ABS und ESP, Tacho und Airbag. Nur bei Reparaturen, die eine hohe Diagnosetiefe verlangen, kommen manche Tester an ihre Grenzen. Bisweilen hängt es auch vom Baujahr des Transporters ab, ob die Diagnose mit dem eingesetzten System wirklich möglich ist.

Bei großen Kalibern wird es eng

Ein kleines Kaliber mit mittlerem Radstand und Normaldach ist in einer Pkw-Werkstatt jedenfalls gut aufgehoben. Problematisch wird es, wenn der Transporter bei den Abmessungen zulegt oder ein großer Koffer auf dem Fahrgestell sitzt. Eine Inspektion für einen Sprinter mit langem Radstand und Hochdach? Viele Werkstätten, die neben Pkw auch Transporter zu Wartung und Reparatur annehmen, müssen am Ende den Auftrag ablehnen, weil die Werkstatt für diese Dimensionen nicht hoch genug ist. Auch ein digitales Kontrollgerät stellt die Pkw-Werkstätten vor massive Probleme. Wartung und Reparaturen an dem Gerät setzen nach § 57b STVZO eine spezielle Erlaubnis voraus, mit der viele Betriebe nicht aufwarten können.

Spezialisten für schwere Brocken

Eine praktikable Alternative für Transporterbesitzer sind in diesen Fällen freie Nutzfahrzeugwerkstätten. Die sind auf schwere Brocken spezialisiert, können mit ihrem Equipment aber auch jeden Transporter zur Wartung und Reparatur annehmen. Dazu kommt, dass Arbeiten an Karosserie und Aufbau in der Nutzfahrzeugwerkstatt zum täglichen Brot gehören – bei Bedarf lässt sich also auch eine neue Zurrleiste für den Laderaum, eine Ladebordwand oder eine zusätzliche Tür für die Seitenwand in Auftrag geben.

Drei große Systemwerkstätten auf dem Markt

Das Netz der Systemwerkstätten ist in der Nutzfahrzeugbranche jedoch bislang eher dünn geknüpft. Derzeit gibt’s in Deutschland drei Anbieter, die es zusammen auf mehrere Hundert Betriebe bringen. Der wichtigste Vorteil der Systemwerkstatt für Transporter-Klientel ist ihre Mehrmarkenkompetenz, die auf teuren, dafür aber enorm vielseitigen Diagnosesystemen basiert. Transporterbesitzer sind damit stets auf der sicheren Seite, egal für welche Marke der Auftrag ansteht.

Transporter in der freien Werkstatt für Nutzfahrzeuge willkommen

Das Gros der Nutzfahrzeugwerkstätten operiert allerdings in Eigenregie. Transporter sind stets willkommen, weil sie die Auslastung der Werkstatt verbessern. Dass die Uhren dort anders ticken als im Pkw-Betrieb, könnte sich zudem als Vorteil für die Transporter-Kundschaft erweisen. Typisch für die Branche: individuelle Betreuung, Absprachen über besondere Arbeiten werden meist schnell und unkompliziert auf dem kleinen Dienstweg zwischen Meister und Kunde getroffen.

Neue Fahrzeuge erfordern moderne Diagnosesysteme

Klassische Schrauberjobs an einem älteren Transportermodell sind für freie Nutzfahrzeugwerkstätten nur Fingerübungen. Neuere Fahrzeuge machen jedoch schon bei einfachen Wartungen den Anschluss ans Diagnosesystem erforderlich, um zum Beispiel das entsprechende Intervall im Bordcomputer zu aktualisieren. Kein Problem gibt’s bei Werkstätten, die auf mehrere Marken eingestellt sind. Hier kommen – ähnlich wie in der Systemwerkstatt – universale Tester zum Einsatz, die auch alle erforderlichen Transporterdaten vorhalten.

Im Vorfeld mit der freien Werkstatt kommunizieren

Hat sich eine freie Werkstatt jedoch auf eine Marke spezialisiert, konzentriert sich die Technik auf das Diagnose-Equipment des jeweiligen Herstellers. Ein Transporter mit einem anderen Markenlogo könnte dann nicht ans System angeschlossen werden. Bei soviel High-tech hilft dem Transporterbesitzer am Ende nur eine souveräne Kommunikationstechnik: ein Gespräch mit der Werkstatt, das den Auftrag für den Transporter genau beschreibt und die Diagnosemöglichkeiten abklärt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.